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Konzertflügel

 

 

Die


»CANNSTATTER SONNTAGSKONZERTE«


präsentieren


in Kooperation mit der


 

am

5. Februar 2017

im


Großer Kursaal
Bad Cannstatt, Königsplatz 1

EINFÜHRUNG 17 Uhr


Johann Georg Fischer
eine Wiederentdeckung in Liedern

 


LIEDERABEND 18Uhr


Gedichte von Johann Georg Fischer

Jonathan Springer · Sprecher


Anna Escala · Sopran, J. Marc Reichow · Klavier

 

Johann Georg Fischer, am 25.10.1816 in Groß-Süßen bei Göppingen geboren

und am 5.5.1897 in Stuttgart gestorben, brachte es im Laufe eines langen Lebens

zu beachtlicher Anerkennung und Berühmtheit. Seine Gedichte erschienen
in zahlreichen Gedichtbänden, Literaturzeitschriften und Anthologien. Er spielte
eine wichtige Rolle in der Schiller-Gedenkbewegung des 19. Jahrhunderts und
gehörte zu den Mitinitiatoren des Nationalmuseums in Marbach. Fischers Lyrik
wurde schon zu Lebzeiten, aber auch später oft und gerne vertont; eine Auswahl
dieser Kompositionen hören Sie hier. Nach seinem Tod errichtete die Stuttgarter
Bürgerschaft Fischer ein Denkmal am Fuße des Hasenberges.

Wenzel Wilhelm                       Dagewesen op. 39
             Steinhart 1819-1899                 
Hofkapellmeister in Stuttgart

Joachim Raff                        Das Ideal op. 47,3 1848
1822-1882              
Der Liebe Verlangen op. 49,2 1848
       Stille Liebe op. 49,1
                                                      Du weißt es wohl, daß du mein Alles bist op. 47,1


Franz Lehár           Die du mein Alles bist (o.O.) 1891

1870-1948

  Friedrich Silcher         Du weißt es wohl op. 68,1 1856
1789-1860
Heinrich von            Trauungsmorgen op. 97,4 1897
Herzogenberg                           Ihr Auge op. 97,2
1843-1900                                     Abend op. 97,1


Pause 


Hildegard Quiel                        
Abend (o.O.)
1888-1971


  Alban Berg                           Eure Weisheit 1906
1885-1935

Jan Kopp                   Ein Lied Uraufführung 2016
*1971


Robert Kahn   In der Kirschenblüt' op. 61,5 1914
1865-1951                      
Mein und Dein op. 61,8


    Egon Kornauth   In der Kirschenblüt' op. 1,6 1908-11
1891-1959                       
Mein und Dein op. 1,5


Programmänderungen vorbehalten

 

Anna Escala (Sopran) stammt aus Gava (Barcelona), studierte u.a. bei
Anna Ricci (Barcelona) und Ulrike Sonntag (Stuttgart). Meisterkurse
beim Marimí del Pozo, María Orán, Helen Donath. Diplome in Opernund Liedgesang an den Musikhochschulen in Barcelona und Stuttgart.
Daneben Studium der Psychologie an der Universität Ramon Llull, Barcelona (Diplom 1997). Ihr Repertoire reicht von der Renaissance bis zur
Musik des 21. Jahrhunderts.
Als Opernsängerin sang Escala als Lei (
Notte de un Nevrastenico, Nino Rota) in Teatre Artenbrut Barcelona und gastierte an der Staatsoper
Stuttgart als Mondkönigin (
Die Reise zum Mond, Offenbach), Marchesita (Barberillo de Lavapiés, Barbieri) und Olga (Stationendrama,
Michael Hirsch, UA).
Gretel (
Hänsel und Gretel von Humperdinck) in Stuttgart. Im Wilhelma-Theater Stuttgart stand sie als Barbarina (Hochzeit des Figaro,
Mozart), und Titania (
Sommernachtstraum, Britten) auf der Bühne. Merlina im Barocktheater Weissenhorn (La Fantesca, Hasse). Escala sang als
Magna Pecatrix bei dem Bachakademie Projekt
Szenen aus Faust von
Schumann in der Stuttgarter Liederhalle Stuttgart und in der Bonner Beethovenhalle. Beim Europäischen Kirchenmusik-Festival 2016 sang sie die
Partie Amor (
Orfeo und Euridice, Gluck in Schwäbisch-Gmünd.
Als Lied- und Solo-Oratoriensängerin trat sie in zahlreichen Städten
in Europa mit verschiedenen Orchestern, Ensembles und Klavierbegleitern auf. 2003/04 war sie mit
Pierrot Lunaire, (Schönberg) in mehreren
spanischen Städten und im Radio Nacional de España in live zu hören.
Als Interpretin zeitgenössischer Musik arbeitete sie mit den Ensembles SurPlus, SuonoMobile, Tactum und Phorminx zusammen. Dazu gab
sie viele Spanische Liederabende mit verschiedene Gitarristen und Programmen.

Sie wurde ausgezeichnet mit dem Preis Andrés Segovia (Cursos Universitarios de Musica Española en Santiago de Compostela 2002)
und war Preisträgerin des Wettbewerbs
Josep Mirabent i Magrans (Sitges/Barcelona 2008) sowie des Trossinger Gesangswettbewerbes 2005/
2006, Stipendatin der Händel-Akademie Karlsruhe und des DAAD/La
Caixa 2006.
www.anna-escala.de


J. Marc Reichow (Klavier), geboren 1966 in Solingen, studierte bei
Eckart Sellheim und Pi-hsien Chen in Köln, schließlich bei Geoffrey
Douglas Madge in Den Haag modernes Klavier. Auch ein Studium des
Fortepianospiels bei Stanley Hoogland schloß er vier Jahre später mit
dem Konzertexamen ab.
Besondere künstlerische Anregung waren Kammermusikunterricht
beim Amadeus-Quartett, Kurse bei György Sebök, Zoltán Kocsis, György Kurtág und Earl Wild sowie Unterweisung durch Pierre Boulez und
John Cage. Bis 1991 war er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und wurde seitdem immer wieder von führenden Ensembles für
zeitgenössische Musik und Orchestern engagiert.
Als Fortepianist des Trio Eroica 1996 Gewinn des Concours Musica Antiqua Brugge; in der Folge Auftritte bei internationalen Festivals
für Alte Musik sowie Rundfunkproduktionen in Deutschland und den
Niederlanden. Als
universeller Clavierist konzertierte J.Marc Reichow
u.a. solistisch mit Musica Antiqua Köln. Am Fortepiano war er an
Haydn-Einspielungen u.a. der Cappella Coloniensis unter Bruno Weil
beteiligt; mit dem Gambisten Peter Lamprecht nahm er als Cembalist mehrere CDs auf. Seit deren Gründung ist J.Marc Reichow Pianist von
›ensemble aisthesis‹ und SCHOLA HEIDELBERG (Ltg. Walter
Nußbaum); CDs bei divox und BIS, Gastspiele bei Rundfunkanstalten und Festivals der Neuen Musik im In- und Ausland.
Rundfunk-Ersteinspielungen von Klaviermusik des 20.Jahrhunderts
(Boehmer, Koenig, Krenek, Leibowitz, Steuermann, Wolpe) dokumentieren kritische wie neugierige Nähe; J.Marc Reichow trat solistisch
u.a. bei den Wittener Tage und den Rheinischen Musikfesten auf. Im
Jahr 2000 erschien sein Solo-Debut PianoPortrait Ernst Krenek (telos).
Neben intensiver kammermusikalischer Tätigkeit (u.a. im Duo Neckelmann-Reichow) und Pflege der Liedbegleitung vielfach Theatermusik,
konzeptuelle Literaturprojekte und Hörspielarbeiten, besonders als
›brennereichow‹ mit der Schauspielerin Katharina Brenner.
www.jmarcreichow.de


Der Sprecher Jonathan Springer, geboren 1994, sammelte früh Bühnenerfahrungen in der Stuttgarter freien Szene,

unter anderem mit Gruppen wie dem Theater Lokstoff, dem Citizen Kane Kollektiv und Kunstdruck e.V. Seit 2015 studiert er Sprechkunst und Kommunikationspä-
dagogik an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.
Studienbegleitend wirkte er in Produktionen der Hochschule der Medien,
des Literatursommers 2016 und der Staatsgalerie Stuttgart mit.
Jan Kopp, geboren 1971, studierte Komposition bei W. Rihm, H. Lachenmann und M. Stroppa, außerdem absolvierte er ein Magisterstudium der
Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Er lebt als freischaffender Komponist, Publizist und Pädagoge in
Stuttgart. – Aufführungen seiner Musik im In- und Ausland (Schweiz, Südkorea, Argentinien, Uruguay), u.a. durch die Neuen Vocalsolisten,

das Ensemble Modern, das Ensemble Mosaik, die SCHOLA HEIDELBERG und
das Ensemble Phorminx. Texte für Konzertveranstalter, CD-Labels, Lexika
und Rundfunkanstalten. – Seit 2002 Initiator und Dozent zahlreicher Jugendprojekte zur Vermittlung zeitgenössischer Musik. – Zusammen mit Anna
Escala umfangreiche Recherchen und Konzeption mehrerer Musikprogramme anlässlich des 200. Geburtstages von Johann Georg Fischer 2016